Tierschutz, Landwirtschaft

SPÖ: Etappensieg im Namen des Tierschutzes

Martin Staudinger in der freien Natur / Umweltschutz / Klimaschutz
Bild: (c) Marcel Mayer

Stopp der Kälbertransporte nach Bozen ist ein erster Erfolg.

Die SPÖ bewertet den Stopp von Kälbertransporten nach Bozen positiv. „Unsere Bemühungen haben einen ersten Erfolg gebracht“, freut sich SPÖ-Chef Dr. Martin Staudinger. So hat die Landtagsanfrage von SPÖ-Tierschutzsprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger über die falsch deklarierten Tiertransporte nach Südtirol den Stein ins Rollen gebracht. Staudinger:

„Ich freue mich, dass als Folge nun die Kälbertransporte nach Bozen gestoppt werden. Wir haben Druck aufgebaut und die Vorarlberger Veterinärbehörde hat die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Es ist nicht zu verantworten, dass Tiere eine Leidenstour quer durch Europa in Kauf nehmen müssen.“

Tierleid verhindern

Verwunderlich sei nur, dass die Regierungsverantwortlichen von ÖVP und Grünen so lange damit gezögert haben, Tierleid zu verhindern, sagt Staudinger. Das könne allerdings nur eine erste von mehreren Maßnahmen sein. „Die Kälbertransporte nach Salzburg werden weiterhin stattfinden. Die Ursache für die Tiertransporte liegt in der landwirtschaftlichen Struktur Vorarlbergs. Weil sich alles um die Milchproduktion dreht, werden männliche Kälber gewinnbringend in entfernte Gebiete gekarrt, um sie dort zu schlachten. Als Menschen tragen wir Verantwortung gegenüber den Tieren. Wir brauchen daher einen Systemwechsel in der Landwirtschaft: Weg von Turbo-Milchkühen hin zu einer nachhaltigen Struktur, die in jeder Hinsicht auf den Bedarf in Vorarlberg selbst ausgerichtet ist“, so Staudinger. Dafür werde er sich auch weiterhin einsetzen.