Umwelt, Klimaschutz, Tierschutz

Unterstützen wir das Tierschutzvolksbegehren!

Martin Staudinger und Sebastian Bohrn Mena für das Tierschutzvolksbegehren
Martin Staudinger und Sebastian Bohrn Mena für das Tierschutzvolksbegehren Bild: (c) SPÖ

Für einen Systemwechsel in der Vieh- und Tierzucht

Die SPÖ ruft dazu auf, das Tierschutzvolksbegehren zu unterstützen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sebastian Bohrn Mena, dem Initiator des Volksbegehrens, stellte Landesvorsitzender Martin Staudinger klar: „Jeder Fall von Tierquälerei ist einer zu viel – und in Vorarlberg tauchen solche Fälle in einer bedrückenden Häufigkeit auf.“ Der jüngste Viehtransport-Skandal macht erneut offensichtlich, dass es Veränderungen braucht. Denn die Regelmäßigkeit an Fällen von durch Menschen verursachtes Tierleid hat System, weiß Staudinger. 70 Prozent des in Vorarlberg konsumierten Kalbsfleisches stammen nicht aus Vorarlberg – gleichzeitig werden jährlich 30.000 Kälber in Vorarlberg geboren. „Es ist ein klarer Fehler im System, wenn diese Tiere in horrende Tiertransporte in andere Länder gesteckt werden. Wir brauchen daher einen Systemwechsel,“ so Staudinger.

Für hochqualitative heimische Produkte

Sebastian Bohrn Mena betonte die engen Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Klimaphänomenen und Konsumentenschutz: „Über unsere Teller können wir die Welt gestalten – aber wenn wir nicht erfahren, woher unsere Lebensmittel stammen, können wir auch keine bewusste Konsumentscheidung treffen. Es kann nicht sein, dass jene Lebensmittel, die am schädlichsten für Mensch, Tier und Umwelt sind, am billigsten sind, während hochqualitative heimische Produkte für immer mehr Menschen unleistbar werden. Hier trägt der Staat eine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass gute Lebensmittel leistbar sind und die heimische Landwirtschaft unterstützt wird. „

Die Forderungen des Volksbegehrens sind klug und richtig

Das geplante Tierschutzvolksbegehren hat das große Ganze im Blick. Es ist ein gut durchdachtes Programm, in dem das Tierwohl und der Konsumentenschutz im Mittelpunkt stehen. In dieser Kombination unterscheidet es sich wesentlich von vielen bestehenden Positionen, die oft das Eine gegen das Andere ausspielen, so Staudinger:  „Das Tierschutzvolksbegehren zeigt, dass Tierwohl und Konsumentenschutz keine Gegensätze sind, sondern zwei Seiten einer Medaille.“

Das Programm des Tierschutzvolksbegehrens setzt sich ein

  • für echten Artenschutz,
  • für mehr Tierwohl,
  • für mehr Transparenz,
  • für die Beendigung von Tiertransporten & Massentierhaltung,
  • für die Abschaffung von Billig-Importen,
  • für das Beenden des Bauernsterbens.
  • Tierwohl ist eine wichtige Zukunftsfrage

Die SPÖ steht hinter diesen Punkten und auch hinter der Art und Weise, wie sie umgesetzt werden sollen. SPÖ-Chef Staudinger ruft daher dazu auf, das Volksbegehren zu unterstützten.