Verkehr, Sicherheit

Doppelstockzüge in Vorarlberg sicher machen

Martin Staudinger und Manuela Auer
Dr. Martin Staudinger und LAbg. Manuela Auer Bild: (c) SPÖ

Staudinger und Auer für Behebung fehlender Sicherheitsstandards

Die SPÖ weist auf gefährliche Situationen bei den Doppelstock-Zügen hin, die in Vorarlberg noch im Einsatz sind. „Im Gegensatz zu den TALENT-Triebwagen haben die Doppelstockzüge keine Überwachungskameras zur Kontrolle der ein- und aussteigenden Personen“, erklärt SPÖ-Verkehrssprecherin Manuela Auer heute in einer Pressekonferenz mit SPÖ-Chef Martin Staudinger. Es könne daher durchaus sein, dass die/der LokführerIn Menschen, die sich noch im Türbereich aufhalten, übersehen.

Kein Einklemmschutz

Hinzu kommt nämlich, dass bei den Doppelstockzügen der Einklemmschutz mangelhaft ist, so Auer: „Es kann durchaus passieren – und ist auch schon passiert – dass Jacken, Hände und anderes eingeklemmt werden und dies vom Triebfahrzeugführer nicht bemerkt werden konnte.“

Der Betrieb der Doppelstockzüge war nach deren Einführung nicht dazu gedacht, diese aus den genannten Gründen ohne Zugführer fahren zu lassen. Denn bei 25 Haltestellen zwischen Bludenz und Lindau gibt es acht Haltestellen, bei denen keine Überblickbarkeit der gesamten Zuggarnitur gegeben ist. Das Gleiche gilt für alle Haltestellen bei schlechtem Wetter, Nebel, Schneefall bzw. Starkregen.

Für dein Einsatz von ZugbegleiterInnen

Die Vorteile beim Einsatz von ZugbegleiterInnen liegen auf der Hand. ZugbegleiterInnen geben nach dem Fahrgastwechsel an den Triebfahrzeugführer den Befehl die Türen zu schließen; sie kontrollieren, ob alle Türen geschlossen sind und erst wenn sie/er dann einsteigt, schließt auch diese Türe. „Ein Einklemmen von Fahrgästen ist somit nicht möglich. Und bei einem Notfall ist der Zugführer sofort vor Ort im Zug“, weiß Staudinger.

Schnell handeln

Manuela Auer: „Wichtig ist, dass schnell gehandelt wird. In Schulwochen befinden sich bis zu 700 SchülerInnen in solchen Zügen; und auch bei der bevorstehenden Gymnaestrada sind die Garnituren im Einsatz.“ Martin Staudinger sieht sowohl Land als auch ÖBB am Zug. „Eine gegenseitige Zuweisung von Verantwortung lassen wir nicht gelten – es gilt, gemeinsam aktiv zu werden: Nicht auf den ersten Unfall warten, sondern ihn jetzt vermeiden!“, sagt Martin Staudinger.