Familien, Kinder, Frauen

Für den kostenfreien Kindergarten

Jeannette Greiter und Martin Staudinger
Jeannette Greiter und Martin Staudinger Bild: (c) Marcel Mayer

Kinder fördern, Mittelschicht entlasten

Eines der Herzensanliegen der SPÖ sind gute und qualitative Kindergärten. Vor allem berufstätige Mütter und Väter sind darauf angewiesen, dass es in ihrer Nähe einen Kindergarten gibt. Sie möchten, dass ihre Kleinen gut versorgt werden, mit anderen Kindern spielen können und in ihrer Entwicklung von einem modernen pädagogischen Konzept profitieren. Doch der Kindergarten in Vorarlberg kann teuer sein.

Vorarlberg an die Spitze bringen

Für Kinder unter 5 Jahren zahlen Eltern für die Ganztagesbetreuung derzeit bis zu 1.056 Euro im Jahr! Martin Staudinger, Landesvorsitzender der SPÖ, möchte das ändern:

„In einem wohlhabenden Bundesland wie Vorarlberg können wir mit diesem Zustand nicht zufrieden sein. Wir möchten Vorarlberg für unsere Familen an die Spitze bringen: Unser Ziel ist es, dass Kinder und Eltern Anspruch auf einen qualitativen und kostenfreien Ganztageskindergarten haben.“

Vor allem Mittelschicht profitiert

Das ist nicht zuletzt eine Frage der Fairness gegenüber der Mittelschicht: „Diese Eltern haben ein Einkommen, das zu hoch ist, um von Förderungen und Transferleistungen zu profitieren; und dennoch ist es nicht so hoch, als dass sie die hohen Gebühren für den Kindergarten nicht spüren würden“, so Staudinger. Zudem ist es nur gerecht, wenn nicht der Wohnort darüber bestimmt, ob Familien für den Kindergarten nichts (Burgenland, Wien) oder viel (Vorarlberg) bezahlen müssen. Staudinger: „Sie alle zahlen dieselben Steuern, aber dennoch müssen sie für die professionelle Betreuung ihrer Kinder gar nicht bis sehr tief in die Taschen greifen.“

Allen Kindern einen qualitativen Platz im Kindergarten garantieren

Genauso sieht das auch SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Jeannette Greiter:

„Dem Land Vorarlberg muss es etwas Wert sein, allen Kindern einen Platz in einem hochqualitativen Kindergarten garantieren zu können. Daher ist es Gut und Richtig, wenn Schluss ist mit Elternbeiträgen. Vor allem Frauen würden davon profitieren. Denn sie sind es derzeit meistens, die sich aufgrund der hohen Kindergartentarife dazu gedrängt fühlen, erst später wieder zur Arbeit zurückzukehren.“

SPÖ-regierte Bundesländer machen es vor

Dass hohe Gebühren für den Kindergarten kein Naturgesetz sind, sehen wir in anderen Bundesländern. Federführend sind dabei die drei SPÖ-regierten Bundesländer Wien, Kärnten und das Burgenland.

Wien ist das erste Bundesland, das den kostenfreien Kindergarten eingeführt hat. Kärnten wiederum hat für das gerade abgelaufene Schuljahr 50% der Gebühren an die Eltern rückerstattet, für 2019/20 werden es 66% sein. Das Ziel ist es, den Kindergartenbesuch schlussendlich kostenfrei zu machen. Und im Burgenland wird der Kindergarten ab November 2019 für alle Familien kostenfrei sein – bislang haben die Gemeinden unterschiedliche Tarife eingehoben, die allerdings bereits jetzt schon teilweise rückerstattet wurden.