Klimawende in die Welt tragen

Martin Staudinger und Mario Leiter
Martin Staudinger und Mario Leiter Bild: (c) SPÖ

So tragen wir zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region bei.

Die Förderung der regionalen Wirtschaft ist angesichts von Klimawandel und den damit einhergehenden Herausforderungen das Gebot der Stunde: Regionale Produkte und Dienstleistungen vermeiden klimaschädlichen Verkehr, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und sind ein Garant für Wohlstand und Prosperität am Standort Vorarlberg. Damit dieser gedeiht und floriert, braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen. In der Alpenstadt Bludenz lässt sich ein Best-Practice-Modell ausmachen, das wesentlich auf Vizebürgermeister Mario Leiter zurückgeht. Mitanand fürs Land stellen Landtagsspitzenkandidat Martin Staudinger und Vizebürgermeister Mario Leiter ihre Konzepte für eine Wirtschaftspolitik Hand in Hand mit Regionalität und Nachhaltigkeit vor.

Regionale Wirtschaft fördern

Vorarlbergs Wirtschaft ist geprägt von familiär geführten Klein- und Mittelunternehmen – das ist gut so! Diese Familienunternehmen garantieren generationengerechte Stabilität und sorgen für ein gesundes, stetiges Wachstum in der Region. Über die Jahrzehnte sind viele dieser Betriebe gewachsen, teils Global Player, und stoßen daher immer öfter an räumliche Grenzen: Betriebserweiterungen oder gar  neue Standorte stehen an der Tagesordnung. Die Politik auf Landes- und Gemeindeebene muss so agieren, dass die regionale Wirtschaft und somit Wertschöpfung und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Mario Leiter, Vizebürgermeister und Stadtrat für Betriebsansiedelungen der Stadt Bludenz, weiß aus erster Hand, was diese Unternehmen brauchen.

Die Wirtschaft und die Arbeitswelt durchlaufen mit der Digitalisierung den größten Transformationsprozess seit der Industriellen Revolution. Dieser Wirklichkeit müssen wir uns auch in Vorarlberg stellen. Betriebe siedeln sich heute dort an oder bleiben dann, wenn die Rahmenbedingungen passen. Das bedeutet: gut ausgebildete Arbeitskräfte, berechenbare politische Verhältnisse, sozialer Friede und eine gute Anbindung an die Zielmärkte. Vorarlberg hat mit vielen Familienbetrieben, aus denen mittlerweile teilweise Global Player geworden sind, eine gute Basis, die wir auch pflegen sollen. Dennoch geht es vor allem darum, die UnternehmerInnen der Zukunft zu unterstützen. In Bludenz wollen wir daher eine Initiative starten, um gezielt Ein-Personen-Unternehmen und GründerInnen zu fördern. Das stärkt die regionale Wirtschaft, schafft die Arbeitsplätze der Zukunft und trägt so zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region bei. Leiter will damit österreichweit beweisen, wie smart kleine Städte wie Bludenz sein können.

Ein-Personen-Unternehmen sozial absichern

Es muss auch seitens der Bundes- und Landespolitik sichergestellt werden, dass Unternehmer die sozialen Rahmenbedingungen erhalten, die sie verdienen. Besonders EPUs sind nach wie vor benachteiligt, wenn sie etwa für Arztbesuche einen Selbstbehalt bezahlen müssen. Diese Krankensteuer ist ungerecht. Staudinger tritt daher für eine Streichung des Selbstbehalts ein. Wer unternehmerisches Risiko eingeht und dafür oftmals auch mit seinem privaten Vermögen einsteht, darf nicht dafür bestraft werden – im Gegenteil! Für die SPÖ ist klar: Soziales und Wirtschaft sind zwei Seiten derselben Medaille.

Klimafonds für Klimawende

Rahmenbedingungen braucht es auch für die Klimawende: Wenn wir hier nicht gegensteuern und als Bund, Land und Gemeinden, in Co2-neutrale Infrastruktur wie Gleise, Elektromobilität, Wasserkraft investieren, schadet das der Umwelt und auch unserem Budget: Wenn wir die europaweiten Klimaziele, zu deren Einhaltung Österreich sich verpflichtet hat, nicht bis 2030 erfüllen, kostet das Österreich bis zu 6,6 Milliarden Euro, auf Vorarlberg würden Strafzahlungen in Höhe von 60 Millionen Euro entfallen. Martin Staudinger schlägt daher vor, bereits jetzt Geld in einem Klimafonds anzulegen, der auch auf Landesebene dotiert wird, um damit in Gleise, Radwege und Wasserkraft zu investieren. Das ist gut für unseren Standort, gut fürs Klima und somit gut für uns alle.

Vorarlberg ist ein High-Tech-Standort inmitten der Alpen. Das Rheintal ist nach Wien und Graz der am drittdichtest besiedelte Raum Österreichs. Das bringt uns in der Raumordnung teilweise an Grenzen, das ist natürlich eine Herausforderung. Andererseits liegen hier auch Chancen: Wie schaffen wir die Mobilitätswende, wie können sich hochindustrialisierte Regionen im Alpenraum nachhaltig entwickeln, wie schaffen wir die nächste Stufe der Energiewende? Das braucht Unternehmergeist, bestausgebildete MitarbeiterInnen aber auch Forschung und Wissenschaft. Vizebürgermeister Mario Leiter wünscht sich einen Zweig der Fachhochschule, die sich den angesprochenen Themen widmet, hier in Bludenz.