Wohnen, Gesundheit

Staudinger: Für kürzere Wartezeiten!

Die SPÖ-Landtagskandidaten Elke Zimmermann, Thomas Hopfner, Manuela Auer, Martin Staudinger, Jeannette Greiter und Michael Ritsch.
Die SPÖ-Landtagskandidaten Elke Zimmermann, Thomas Hopfner, Manuela Auer, Martin Staudinger, Jeannette Greiter und Michael Ritsch. Bild: (c) SPÖ

Wer Termin bei Facharzt oder für Operation braucht, soll ihn schnell bekommen.

In einer Pressekonferenz mit den ersten sechs Kandidaten der Landesliste hat die SPÖ heute drei konkrete Lösungsvorschläge für Vorarlberg präsentiert. Alle drei Punkte werden in der ersten Landtagssitzung direkt als Antrag eingebracht.

Wartezeiten reduzieren

Erster und wichtigster Punkt ist eine Lösung für die langen Wartezeiten bei Fachärzten und Operationsterminen. „Wer einen Facharzttermin braucht und nicht privatversichert ist, muss in manchen Fällen monatelang darauf warten“, weiß der Sozialdemokrat. Bei Operationsterminen dauert es noch länger, erklärt Staudinger: „Auf eine Augenoperation warten Sie in Vorarlberg 44 Wochen, bei Wirbelsäulen-Operation sind es 73 Wochen – eineinhalb Jahre! Dieser Zustand ist für die Betroffenen eine Ewigkeit, oft verbunden mit Schmerzen. Hier ist die Politik in der Pflicht.“

Vorarlberg auch im Gesundheitsbereich auf Weltklasseniveau bringen

Daher ergreift er die Initiative und spricht sich für ein Wartezeiten-Limit aus: „Wir sagen: zwei Wochen Wartezeit auf Facharzttermine sind genug; und drei Monate Wartezeit auf Operationstermine sind genug. Vorarlberg ist in vielen anderen Bereichen Weltklasse, gerade im Sozial- und Gesundheitsbereich dürfen wir uns da nicht mit dem Mittelfeld oder gar den letzten Rängen zufriedengeben“, so Staudinger. Um das zu erreichen, schlägt er mehrere Maßnahmen vor. So sei es etwa notwendig, die Kassenstellen für Fachärzte attraktiver zu machen; dafür brauche es bessere Bezahlung und Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wohnkosten senken, Bus und Bahn für Jugendliche kostenfrei

Michael Ritsch stellte ein Initiative vor, mit der die teuren Wohnkosten in Vorarlberg gesenkt werden können. „1.000 neue Gemeindewohnungen im Jahr und eine Landesförderung für junge Mieter: Mit diesem Paket drücken wir die Mieten nach unten“, so Ritsch. Auch dieser Vorschlag wird als Antrag eingebracht – ebenso wie die Idee von Manuela Auer, Schülern und Lehrlingen bis zum Alter von 19 ein kostenfreies Maximo-Ticket auszustellen. „Wenn wir wollen, dass unsere Jugend lernt, dass der öffentliche Verkehr immer die erste Wahl ist, müssen wir mit kluger Politik Anreize dafür schaffen. Unser Vorschlag verursacht kaum Kosten und führt dazu, dass die Benutzung von Bus und Bahn für die Vorarlberger von klein auf eine Selbstverständlichkeit ist“, so Auer.

Als Koalitionspartner oder konstruktive Oppositionskraft Vorarlberg bewegen

Diese drei Anträge werden damit die ersten Initiativen sein, die die SPÖ in der nächsten Legislaturperiode startet. „Ob als Partner in der Landesregierung oder als konstruktive Oppositionspartei: ‚Mitanand fürs Land‘ werden wir alles daran setzen, unsere politischen Mitbewerber von diesen Ideen zu überzeugen. So finden wir Mehrheiten zur Umsetzung. Dafür setzen wir uns ein“, so Staudinger gemeinsam mit seinen Kandidaten Manuela Auer, Michael Ritsch, Elke Zimmermann, Thomas Hopfner und Jeannette Greiter.