Wohnen

Wohnungen über Supermarkt bauen!

Martin Staudinger
Martin Staudinger Bild: (c) Marcel Mayer

Genehmigung neuer Handelsflächen an den Bau neuer Wohnungen knüpfen

Wohnungen über Supermärkten bauen: Diesen Vorschlag bringt SPÖ-Chef Martin Staudinger ins Spiel. Damit könnten erschwingliche Wohnungen in bester Lage entstehen. „Wenn Handelskonzerne um neue Flächen ansuchen, sollen diese nur noch genehmigt werden, wenn sie Wohnungen auf den flachen Gebäuden akzeptieren“, erklärt Staudinger. „Mit dieser Variante nutzen wir alle Ressourcen optimal und tragen gleichzeitig zu vielen neuen Wohnungen für die Vorarlberger bei. Das ist ideal“, so der SPÖ-Chef.

Zudem sollte ein Mindestanteil dieser Wohnungen als gemeinnützig ausgewiesen werden. Staudinger „So tragen wir dazu bei, den aufgeheizten Wohnungsmarkt abzukühlen. Die Vorarlberger müssen sich das Wohnen wieder leisten können – das erreichen wir mit solchen Modellen.“

Für eine gemeinsame und verdichtete Nutzung der Ressource Boden

Derzeit besetzen eingeschossige Supermärkte im Normalfall riesige Flächen, dazu kommen noch die Parkplätze, die ausschließlich von Kunden benutzt werden dürfen. Dieses Modell soll der Vergangenheit angehören. „Gemeinsame und verdichtete Nutzung“ müsse das Ziel sein, so Staudinger. In einigen Vorarlberger Gemeinden hat diesbezüglich schon ein Umdenken stattgefunden. So befindet sich im Erdgeschoss einer neuen Wohnanlage in Lauterach ein Supermarkt. Dort werden auch die Parkplätze sowohl von Kunden als auch von Anrainern genutzt. Das müsse der Normalfall werden, so Staudinger.

Wohnen wieder erschwinglich machen

Das Land Salzburg könne hier laut Staudinger als Vorbild dienen. Die Genehmigung von neuen Handelsflächen ist dort bereits an die Bedingung geknüpft, dass gleichzeitig Wohnraum entsteht. „Wir müssen in Vorarlberg nicht das Rad neu erfinden. Wenn andere gute Ideen haben, sollten wir nicht zögern, sie auch in Vorarlberg umzusetzen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das Wohnen in Vorarlberg wieder erschwinglich zu machen. Dafür ist es nötig, neue Wege zu gehen“, sagt Martin Staudinger.