Umwelt, Verkehr

Öffis sollen für alle unter 26 kostenfrei sein

Martin Staudinger
Martin Staudinger Bild: (c) Marcel Mayer

Jugend fördern, Verkehr entlasten, Klima schonen

Die SPÖ möchte, dass in Vorarlberg die öffentlichen Verkehrsmittel immer die erste Wahl sind. Aus diesem Grund hat sie ein kostenfreies „Klimaticket“ für alle bis 26 vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde heute im Volkswirtschaftlichen Ausschuss diskutiert. Während die FPÖ die Idee unterstützte, wurde sie von den Regierungsparteien ÖVP und Grüne abgelehnt.

„Vor einigen Monaten haben wir im Landtag miteinander den ‚Klimanotstand‘ ausgerufen. Jetzt, wo es um konkrete Maßnahmen geht, lehnen ÖVP, Grüne und NEOS ab“,

wundert sich SPÖ-Klubobmann Martin Staudinger.

Öffi-Benutzung als Selbstverständlichkeit

„Wir Sozialdemokraten möchten, dass die Vorarlberger von klein auf die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen“, erklärt Staudinger. Damit würden auch die Straßen entlastet werden. Vor allem aber sei es ein Gewinn für Klima, Luftqualität und Umwelt. Erreicht werden könne das, wenn Bus und Bahn für alle unter 26 kostenfrei gemacht werde.  „Es ist abzusehen, dass wir die Klimaziele deutlich verfehlen. Dafür wird es hohe Strafzahlungen geben. Um das abzuwenden, braucht es Maßnahmen. Nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt“, so Staudinger.

Europaweite Vorbilder

Man muss dafür nicht eigens eine Lösung für Vorarlberg erfinden – andere Länder machen es bereits erfolgreich vor. „Luxemburg, die estländische Hauptstadt und viele Regionen in Polen sind nur einige Beispiele, an denen wir uns orientieren können. Auch in Frankreich gibt es Regionen mit der Größe Vorarlbergs, in denen der öffentliche Verkehr kostenfrei ist. Es funktioniert, wir müssen nur die vorhandenen Lösungen aufgreifen“, sagt Staudinger.

Für eine ehrliche und nachhaltige Lösung

Die Alternative, die ÖVP und Grüne präsentiert haben, sei nicht zielführend. Staudinger: „Es ist zu wenig, das bestehende Maximo-Ticket einfach etwas billiger zu machen. Wir müssen echte und nachhaltige Lösungen erreichen.“ Daher wird er die Zeit bis zur Landtagssitzung in der kommenden Woche nutzen, die beiden Parteien umzustimmen. Staudinger:

„Abgestimmt wird erst in einer Woche. Nichts hindert ÖVP und Grüne daran, ihre Meinung zu ändern. Dann könnten wir miteinander das Beste für das Land erreichen.“