Arbeit, Wirtschaft

Konjunkturbedingte Arbeitszeitflexibilisierung ist keine Einbahnstraße

Martin Staudinger
Martin Staudinger

Für Sozialpartnerschaftliche Einigung zur Erhaltung der Arbeitsplätze durch 4-Tage-Woche

Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Das sei aber keine langfristige Lösung, weiß SPÖ-Chef Martin Staudinger: „Kurzarbeit ist eine extreme Form der Arbeitszeitreduktion. Doch wie geht es danach weiter, wenn die wirtschaftliche Situation weiter moderat bleibt?“

4-Tage-Woche ist sinnvolle Nachfolgeregelung

Bald wird die Kurzarbeitsregelung enden. Dann stehen viele Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit. Staudinger: „Jedes Unternehmen, dem seine Mitarbeiter wichtig sind, wird eine Arbeitszeitverkürzung daher begrüßen. Es ist in der Krise besser, die vorhandene Arbeit auf alle aufzuteilen. Daher Arbeitszeit verkürzen und damit die Arbeitsplätze zu sichern. Das ist besser, als wie vor 2 Jahren von 60-Stunden-Wochen zu reden und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit explodieren zu lassen.“

Effizientes und günstigeres Modell der SPÖ

Das von der SPÖ vorgeschlagene Modell sei dazu geeignet, in den betroffenen Branchen und Betrieben die Auftragslage an die Arbeitsstunden anzupassen und dabei die Beschäftigten zu halten. Auch für den Staat sei es günstiger, auf das vorgeschlagene Modell einzugehen, als langfristig Arbeitslosengeld und Notstandshilfe zu zahlen, so Staudinger.

Das vorgeschlagene Modell sieht vor, dass Staat, Unternehmen und Arbeitnehmer alle ihren Beitrag leisten. Zur Sicherung der Beschäftigung, zum Halten der Mitarbeiter, und das zu geringeren Sozialkosten der öffentlichen Hand.